In diesem Jahr zeigte das Thermometer Minus Zehn Grad und es wehte ein eisiger Wind. Beste Bedingungen also, für ein zünftiges Eisbaden. Punkt 14:00 Uhr gab Schwimmmeister Kai Wolf das Startsignal und die erste Gruppe sprang unter lautem Applaus der zahlreichen Zuschauer vom Beckenrand in das ein Grad kalte Wasser.
Aus dem Winterschlaf geweckt
Damit bei solch winterlichen Bedingungen überhaupt ein Badebetrieb möglich ist, haben Kai Wolf und sein Team ihr FreibadPLUS eine Woche lang vorbereitet. Denn wie jedes Jahr wurde das Bad nach Ende der letzten Badesaison in den Winterschlaf versetzt. Dazu wurde der Wasserstand in den Becken auf 90 Zentimeter abgesenkt, der Wasserkreislauf abgestellt, alle Außenleitungen trockengelegt und natürlich die Sanitär- und Umkleideräume winterfest gemacht. Jetzt galt es das Bad für einen Tag wieder zum Leben zu erwecken. Als erstes musste die Eisdecke in den Schwimmbecken beseitigt werden. Dazu wurde mit mehreren Gartenpumpen einfach das Wasser aus den Becken auf die Eisfläche gepumpt und so abgeschmolzen. Die Sanitärräume wurden wieder in Betrieb genommen und ein Wärmeraum eingerichtet. Ein Saunafass, ein großer Zuber mit warmem Wasser und einige Feuerschalen vervollständigten die Ausstattung. So vorbereitet war das Freibad bereit für den Ansturm der Badegäste.
Wasserwacht sorgt für die notwendige Sicherheit
Und auch für deren Sicherheit wurde gesorgt. Drei Rettungstaucher standen im Wasser bereit und hatten ein wachsames Auge auf die unerschrockenen Eisschwimmer. Drei Wasserretter, gekleidet in lustige Eisbär- und Pinguinkostüme, gesellten sich dazu und weitere drei Aufsichtspersonen patrouillierten am Beckenrand. Aber auch in diesem Jahr blieb es bei vorsorglicher Wachsamkeit und niemand geriet in Not. Das Rettungspersonal wurde von der Wasserwacht gestellt, die das Neujahrsschwimmen gemeinsam mit dem Freibadteam veranstaltet.
Natürlich war auch außerhalb des Wassers für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt. Bratwurst, Glühwein und weitere heiße und kalte Speisen und Getränke sorgten dafür, dass alle ihre Freude an dieser frostigen Veranstaltung hatten.
Eisbaden im FreibadPLUS - gesund und ohne Risiko
Eisbaden liegt voll im Trend. Der starke Kältereiz fördert die Durchblutung, setzt Glückshormone frei und reduziert die Kälteempfindlichkeit. In Verbindung mit einer Sauna kann der Wechsel zwischen Kälte und Wärme das Immunsystem stärken. Aber es gibt auch Risiken. Bei zu starkem Kälteschock droht eine Atemblockade und bei zu langem Aufenthalt im kalten Wasser Unterkühlung. Vorsicht also beim Eisbaden in Seen und Flüssen – und ganz besonders allein! Wer dagegen im Freibad, in der Gruppe und unter Aufsicht ins eisige Wasser steigt, ist auf der sicheren Seite und kann den winterlichen Badespaß unbesorgt genießen. Im Naturerlebnisbad FreibadPLUS bleiben die Becken auch im Winter ausreichend gefüllt und das Badewasser hygienisch einwandfrei. Anders als in Freibädern mit chemischer Wasseraufbereitung muss der Wasserkreislauf für winterliches Eisbaden nicht in Betrieb genommen werden. Das eröffnet erweiterte Nutzungsmöglichkeiten außerhalb der sommerlichen Badesaison. So, wie es im FreibadPLUS Kemnather Land bereits seit zehn Jahren praktiziert wird



