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NEUIGKEITEN

Verwertung 2025 erreicht
neuen Meilenstein

Einer der großen Vorteile der ökologischen Klärschlammentwässerung mit Klärschilf ist die flexible Lagerzeit. Acht bis Elf Jahre nimmt ein Schilfpark den gesamten Nassschlamm einer Kläranlage auf, erst dann muss entsorgt werden. Dadurch können günstige Marktbedingungen gezielt genutzt und den zukünftig drohenden Kapazitätsengpässen bei der Monoverbrennung begegnet werden.

Bei 22 Beeträumungen wurden 2025 insgesamt rund 41.000 Tonnen Klärschlammerde verwertet. Davon gingen 29.109 Tonnen als wertvoller Dünger in die Landwirtschaft, 10.290 Tonnen wurden verbrannt und 1.696 Tonnen anderweitig verwertet. Ökologisch entwässerter Klärschlamm kann über alle gängigen Verwertungswege entsorgt werden – und hat gegenüber maschinell entwässertem Klärschlamm sowohl bei der Verbrennung als auch bei landwirtschaftlicher Verwertung erhebliche Vorteile.

Deutlich geringere Entsorgungsmenge

Biologische Um- und Abbauprozesse in den Schilfbeeten führen im Vergleich zu maschineller Entwässerung zu einer zusätzlichen Massenreduktion von bis zu 50 Prozent und damit auch zu einer entsprechend verringerten Entsorgungsmenge.

Flexibler Entsorgungszeitpunkt

Klärschlamm wird in den Schilfbeeten nicht nur entwässert, sondern gleichzeitig gelagert. Dadurch entfällt der Zwang zur kontinuierlichen Entsorgung und der Entsorgungszeitpunkt kann flexibel und langfristig geplant werden. Günstige Marktbedingungen lassen sich gezielt nutzen, ungünstige gezielt umschiffen.

Günstiges Phosphorrecycling

Die biologischen Um- und Abbauprozesse während der Entwässerung verwandeln Klärschlamm in den wertvollen Dünger EKO-Terra. EKO-Terra zeichnet sich durch einen hohen Anteil an pflanzenverfügbarem Phosphat aus, während Stickstoff fest im Humus gebunden ist und nicht ins Grundwasser ausgewaschen wird. EKO-Terra ist bei Landwirten sehr beliebt und wird zur Phosphordüngung, zum Humusaufbau und zur nachhaltigen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt. Die landwirtschaftliche Verwertung ist die nachhaltige und direkte Art der Phosphor­rückgewinnung und erfüllt schon jetzt alle zukünftigen gesetzlichen Regelungen.

Durch die Massenreduktion steigt automatisch die Phosphor­konzentration im entwässerten Klärschlamm. Bei thermischer Verwertung führt das zu einer entsprechend höheren Phosphor­konzentration auch in der Asche und damit zu einer günstigen Ausgangssituation für dessen Rückgewinnung.

Klärschilf überbrückt Engpässe bei der Monoverbrennung

Auch 2025 wurde der überwiegende Teil der Räumungsmenge landwirtschaftlich verwertet – regional, nachhaltig und kostengünstig. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen lenken jedoch einen größer werdenden Anteil in die thermische Verwertung. Dieser Trend wird sich ab 2029 noch deutlich verstärken und vorhersehbar zu Kapazitätsengpässen bei der Mono­ver­brennung und einer deutlichen Steigerung der Entsorgungskosten führen. Das betrifft voraussichtlich besonders den Zeitraum 2029 bis 2035. Kläranlagen, die ihren Klärschlamm mit Klärschilf entwässern können aufgrund der flexiblen Lagerzeiten ihre Entsorgung so planen, dass sie möglichst nicht in diesen kritischen Zeitraum fällt. Kläranlagen, die jetzt auf die ökologische Entwässerung mit Klärschilf umstellen, werden sogar erst nach 2035 erstmalig entsorgen müssen und können dieser Entwicklung dann ganz entspannt entgegensehen.

Räumung und Verwertung aus einer Hand

Auf Wunsch organisiert die PAULY GROUP die Räumung und Verwertung der Klärschlammerde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zuverlässige und flexibel an die Marktsituation angepasste Verwertung über ein starkes Netzwerk von überwiegend regionalen Abnehmern und anschließende Wiederinbetriebnahme der Klärschilfanlage. Immer mehr Betreiber nutzen deshalb den Komplettservice von THE PAULY GROUP für betriebliche Betreuung, Räumung und Verwertung.